Der alte neue Grüß-Onkel und die F.D.P.
Nun ja, Horst Köhler hats geschafft. Zum zweiten Mal. Toll. Für ihn.
Damit ist die Gefahr groß, das es nach der Bundestagswahl im September wieder eine schwarz-gelbe Mehrheit geben wird. Es ist gar nicht so schlimm, wenn die CDU wieder den/die Kanzler/in stellen würde. Zwischen CDU und SPD gibt es keinen Unterschied. Gefährlich ist der kleine Guido und sein lustiger gelber Verein. Guido selber is ´ne Lachnummer. Wie ein kleiner Junge scharrt er unruhig mit den Füßen und kann es kaum noch erwarten mit den Großen auch mal mitspielen zu dürfen. Aber wenn die sogenannte "Freie" Demokratische Partei -die ja alles andere als "frei" ist - mit ihren Lobbyisten und all denen, die in der realen Wirtschaft nichts geworden sind, in Berlin an die Macht kommen, dann ist einem noch ungezügelteren Kapitalismus als wir ihn bisher kennen, Tür und Tor geöffnet.
Die verbrecherische Ausbeutung durch Groß-Konzerne, ihr verbrecherischer Umgang mit Geld und den Ressourcen wird dann NIE vor Gericht verhandelt werden. Ich weiß gar nicht, ob in der F.D.P. mal ernstaft über den Freiheits-Gedanken debatiert worden ist. Freiheit á la F.D.P. heißt Unternehmenssteuersenkungen und Senkung der Arbeitgeber-Beiträge für die Sozialsysteme. Damit wird aber die Freiheit von Arbeitern und Angestellten schon massiv behindert. Wenn die FDPler gut drauf sind, dann protesteln sie vielleicht noch gegen Internet-Zensur und dem großen Lauschangriff (was ja inhaltlich richtig ist). Nur: diese Verengung des Begriffes Freiheit ist genau das Gegenteil dessen, was Freiheit bedeutet und macht die F.D.P. zu einer gefährlichen Partei für einen Großteil der lohnabhängig arbeitenden Bevölkerung.
An dieser Stelle möchte ich gerne auf Rudolf Steiners Philosophie der Freiheit verweisen, die man hier in gut aufbereiteter Form lesen kann.
