Ich glaub es geht schon wieder los...
Guten Abend, Freunde der Nacht,
auf meinen Reisen durch die Galaxien des Internets stoße ich immer wieder auf
lesenswerte Sachen, die sich doch ab und zu mal durch den großen Brei des Mainstream-Journalismus durchmogeln.
So hat die österreichische Tageszeitung derstandard.at einen äußerst lesenswerten Artikel darüber, wie nur Monate nach der sogenannten Bankenkrise die Banken mit Hilfe der Gelder aus den sogenannten Rettungsplänen wieder hochriskante Finanzprodukte auf den sogenannten Markt bringen dürfen. Sogenannte Regierungen reden immer noch vom sogenannten "Primat der Politik" und sehen dabei tatenlos zu wie Steuergelder verzockt werden.
Es werden jetzt nämlich Wetten darauf angeboten, wie sich die Aktien von den Banken entwickeln, die die staatlichen sogenannten Rettungshilfen in Anspruch genommen haben. Von den gleichen sogenannten Bankhäusern/Spielcasinos, die noch vor nicht allzulanger Zeit mit den sogenannten Krediten sogenannter amerikanischer Hauskäufer spekuliert haben.
"Goldman Sachs und andere Institute, die dem alten Geschäftsmodell der Investmentbank treu geblieben sind, konnten so seit Jahresbeginn Rekordgewinne einfahren - obwohl die Realwirtschaft die Klippe hinunterstürzte. Denn es wurde fast doppelt so viel mit Währungen und Anleihen, also Schuldpapieren, spekuliert wie vor der Krise. So werden die Milliarden an Steuergeldern, die von den Notenbanken weltweit in die Banken hineingestopft werden, nicht zur Kreditvergabe an Konsumenten und Unternehmen eingesetzt. Stattdessen werden damit Wetten auf Wertpapierpreise finanziert."
Quelle: www.derstandard.at
Der ganze Artikel hier unter "Die Bubble-Maschinerie läuft wieder an".
Sylvia Borren, Ko-Vorsitzende des Weltaufrufes zur Aktion gegen die Armut, schreibt ebenfalls Schockierendes über unser System aus Lobbyismus, Ausbeutung und Unterdrückung. In der sehr emfehlenswerten Wochenzeitschrift "freitag" fand ich heute folgendes von ihr:
"Entgegen ihren Verpflichtungen bei der UN-Millenniums-Kampagne haben die Weltanführer – allein 2008 – mehr als zehn Mal soviel Geld in Rettungsaktionen für die Finanzwelt aufgebracht als in den zurückliegenden 49 Jahren an Entwicklungshilfe ausgegeben wurde. Die mächtigsten politischen Anführer dieser Welt halten ihre verachtende Haltung gegenüber den Menschenrechten aufrecht, in dem sie jede Verantwortung für die Folgen der von ihnen herbeigeführten Wirtschafts- und Umweltkrisen ablehnen. Die Nahrungsmittelkrise trifft die Frauen am härtesten. Junge Menschen rings um die Welt bleiben ohne Bildung, ohne Arbeit und ohne Hoffnung, und kompensieren ihre Probleme durch Aggressionen gegenüber ihrer Umgebung oder ihrer Gemeinschaft. Und die erzwungene Migration setzt sich fort.
Die Ursachen und die Folgen der Nahrungsmittel-, Energie-, Klima-, Finanz-, Wirtschafts- und Geschlechterkrisen werden Tag für Tag klarer erkennbar und spürbar. Wirtschaftswachstum sickert nicht einfach durch, die wirtschaftliche Krise jedoch schon. Was not tut, ist kein Kurieren an den alten Systemen, die versagt haben, sondern Veränderung."
Quelle: www.freitag.de
Den ganzen Artikel gibt es hier.
Man kann nur eines rufen: Völker, hört die Signale!